Hans-Peter Hellmanzik
Hans-Peter Hellmanzik

Vortragsthemen zum Komplex: WER BIN ICH?

 

WIE HILFSBEREIT  - EGOISTISCH - IST DER MENSCH?

 

Helfen wir einem Ertrinkenden nur dann, wenn er mindestens unser Cousin ist, also wenn die eigenen Gene auf dem Spiel stehen? Die Debatte über Ursprung und Sinn der Hilfsbereitschaft (Altruismus) ist - nicht nur unter Evolutionsbiologen - neu entflammt.

Würden Sie sich in Lebensgefahr für einen anderen Menschen begeben? Und wenn ja, woher kommt dann dieser Impuls zu helfen, woher stammt unser moralisches Gefühl? Von Gott? Ist es ein Ergebnis der Erziehung - oder gar unserer biologischen Evolution, die einsetzte, nachdem sich die Entwicklungslinien trennten, die zum Schimpansen einerseits und zum Homo sapiens andererseits führten? Schreibt uns die Evolution vor, was gut und böse ist?

 

LEBEN GESTALTEN
WIE WIR UNSERE PERSÖNLICHE GESCHICHTE ERSCHAFFEN

 

Drei Punkte auf einem Blatt Papier sind für unsere Wahrnehmung keine Sekunde lang nur drei Punkte - unser Auge ergänzt sofort zwischen ihnen und lässt uns eine Gestalt, sagen wir, ein Dreieck sehen. Nach denselben Gesetzen sehen wir auch zwischen einzelnen Sternen des Nachthimmels die Linien, durch sie sie erst zu Orion, dem großen Wagen oder anderen Sternbildern zusammenfügen.

Der menschliche Geist hat nicht nur den Himmel mit einem dichten Netz unsichtbarer Hilfslinien überzogen. Er ist auch in seinem irdischen Alltag unablässig damit beschäftigt, die Punkte zahlloser isolierter Ereignisse zu Figuren zu verbinden und im Strom der Zeit Gestalten zu erkennen. Mit anderen Worten: Wir sind unablässig dabei, unserem Leben Sinn zu schaffen.

 

DER MINDERWERTIGKEITSKOMPLEX

 

Ob bewusst oder unbewusst: die meisten Menschen haben Probleme mit dem Selbstwertgefühl. Wir alle kennen Situationen, in denen wir uns zurückgewiesen, erniedrigt, kleingemacht fühlen - Situationen, in denen unsere Anstrengungen und Bemühungen entwertet werden. Wir reagieren mit einem Gefühl der Minderwertigkeit, das wir entweder herunterschlucken - da machen wir uns am liebsten ganz klein - oder zu überspielen versuchen. Manchmal trumpfen wir auch auf, das heißt, wir "blasen uns auf", fühlen uns stark und kränken unsere Mitmenschen, indem wir unsere Macht ausspielen. Doch wenn wir dieses Gefühl nicht an den Angreifer zurückgeben können, lassen wir es häufig als Gereiztheit am Mitmenschen aus.

Minderwertigkeitskomplex einerseits und Geltungsstreben andererseits - wie lässt sich das Begriffspaar so auflösen, dass es uns nicht in Neurosen treibt?

 

PERSÖNLICHKEIT - TEMPERAMENT - CHARAKTER: WAS UNS IN DIE WIEGE GELEGT WURDE UND WAS NICHT!
DIE SUCHE NACH DEM KERN DES ICH

 

Haben auch Sie festgestellt, dass Sie mit fortschreitendem Alter Ihrem Vater oder Ihrer Mutter nicht nur physisch zu nehmend ähnlicher werden? Je älter wir sind, desto stärker schlagen die Gene durch.

Entgegen aller Erwartung entfernen wir uns auf unserem Lebensweg keineswegs von unserem angeborenen Temperament. Vielmehr schaffen wir uns im Lauf der Jahre eine persönliche Umwelt, in der sich dieses Temperament erst richtig entfalten kann. Lange wurde in der Forschung der Einfluss der Gene auf die Persönlichkeit unter- und die Macht der Erziehung überschätzt. Das hat sich geändert.

Wer sind wir, und wie frei sind wir? Gibt es einen unveränderlichen Kern der Persönlichkeit? Sind wir Sklaven unseres Charakters? Oder Spielbälle der Umwelt, in die wir hineingeboren wurden? So hitzig diese Fra gen einst diskutiert wurden, so spannend fallen die Antworten aus, die sich in der Forschung jetzt abzeichnen.

 

SCHICKSAL ODER BERUFUNG?
 

Warum Sie Ihre Berufung kennen sollten
Jeder Mensch ist eine gute Idee
Die innere Stimme entdecken
Was ist „mein Ding"?
Der hohe Preis der Verweigerung
Berufung oder Bestimmung?

 

WEISHEIT: LEBENSKLUGHEIT IN AKTION

 

Wer ist weise? Und was ist weise? Halten Sie sich selbst für weise? Muss man erst siebzig werden, um „über den Dingen" zu stehen - und weise zu werden? Ist Weisheit ein Privileg des Alters, auch wenn es durchaus einleuchtet, dass die Jahre selbst nicht automatisch weise machen? Wo vermissen Sie die Weisheit am meisten? Vielleicht in der Politik? War Konrad Adenauer weise - oder haben ihn Alter und Erfahrung nur besonders schlau gemacht? Was unterscheidet eine weise Entscheidung von einem klugen Schritt? Sind Sie mit Ihrer Weisheit auch manchmal am Ende? Und was wäre dann der Weisheit letzter Schluss?

 

UNSER LEBEN IST ERINNERUNG
 

Wir sind, woran wir uns erinnern. Im Gegensatz zum Computer, besitzen für die Fähigkeit, Daten und Informationen in eine erzählbare, unverwechselbare Geschichte zu verarbeiten. Erst diese besondere menschliche Fertigkeit ermöglicht es, aus Wissen, Intelligenz und Gedächtnis das zu destillieren, was wir mehr brauchen als alle drei zusammen: Sinn. Das gilt vor allem für die wichtigste Geschichte, die wir überhaupt erzählen können - die Story unseres Lebens.

 

Hans-Peter Hellmanzik

Ev. Theologe (Pastor i. R.)

Psychotherapeut (Selbstzahler bei Wahrung absoluter Vertraulichkeit)

 

Vorsitzender des Kulturvereins Bad Bevensen e.V.


Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat von Bad Bevensen

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Hans-Peter Hellmanzik Rosengarten 3, 29549 Bad Bevensen Fon:05821-969912, E-Mail: hape@hellmanzik.net